Lupinentempeh-Pilz-Pfanne

 

Lupinentempeh-Pilz-Pfanne 

Wir essen ja mittlerweile tatsächlich so gut wie keine Fertigprodukte mehr, die als Ersatz für Fleisch herhalten müssen. Am genussvollsten kann ich bei selbstgemachten Bratlingen zulangen. Das ist mein persönlich liebster Fleischersatz. So war das nicht immer. Auch wir haben Sojaschnitzel, Tofusteaks und diverse andere industriell hergestellte, teilweise seltsame Dinge ausgetestet. Manche recht lecker, einige davon ziemlich… naajaa…. Allerdings hat sich in diesem Bereich schon einiges getan und man kann sich sehr wohl heute auch geschmackvoll vegetarisch und vegan ernähren, wenn man nicht so gerne kocht. Gesundheitlich betrachtet sind die meisten Fertiggerichte aber nicht gerade der Hit. Aus diesem Grund ist mir in der Regel alles Selbstgemachte doch viel lieber. So kann ich selbst entscheiden, wie viel Salz in die Speise hinein wandern darf und den Zucker sowie auch das Fett durch gesunden Ersatz austauschen, reduzieren, beziehungsweise gegebenenfalls komplett weglassen.

Ab und an darf es bei uns aber auch mal ein leicht verarbeitetes Produkt sein. In unserem Kühlschrank findet man dieses, manchmal in Form von Naturtofu, Räuchertofu und am liebsten Tempeh. Man sollte es mit dem Sojakonsum allerdings nicht übertreiben. Die Sojabohne ist natürlich nicht per se ungesund. Sie hat durchaus positive Eigenschaften, ist eine gute Proteinquelle und auch einige Vitamine und Nährstoffe sind darin enthalten. Allerdings hat sie den Ruf den Hormonhaushalt negativ zu beeinflussen. Produkte aus Soja kommen somit nur sehr selten auf unseren Tisch.

Der oben bereits erwähnte Tempeh ist ein fermentiertes Produkt und aufgrund dessen gesundheitlich sehr wertvoll. Durch die Fermentation werden die Stoffe abgebaut, die den Körper bei der Vitaminaufnahme behindern könnten. Das enthaltene hochwertige Protein kann optimal vom Organismus aufgenommen werden. Umso schöner, dass Tempeh mittlerweile auch aus der Lupine hergestellt und angeboten wird.

Die Lupine ist ökologisch und gesundheitlich gesehen sehr empfehlenswert. Sie gedeiht auf einheimischen Böden ohne Gentechnik und muss nicht aus fernen Ländern importiert werden. Produkte daraus sind sehr gute Proteinquellen. Da die Lupine alle acht essentiellen Aminosäuren enthält ist das Eiweiß von hoher biologischer Wertigkeit. Außerdem ist sie arm an harnsäureproduzierenden Purinen und als basisches Lebensmittel zu werten. Somit können Lupinenprodukte wunderbar auch von Menschen verzehrt werden, die beispielsweise an Gicht oder Rheuma leiden. Daneben enthält die Lupine eine Menge Eisen und ist zudem frei von Cholesterin.

Den Lupinentempeh beziehe ich von einem Hofladen ganz in unserer Nähe. Der Lupinenanbau erfolgt regional von Bio-Bauern und der Tempeh daraus wird ebenso in einem Örtchen produziert, das gerade mal 10 km entfernt von dem unseren liegt. Wir haben sogar den dortigen „Metzger“ – Meistern schon mal bei einer angemeldeten Führung über die Schultern schauen dürfen. Das war super interessant. Die Produkte sind übrigens alle bio-zertifiziert und die enthaltenen Zutaten von hochwertiger Qualität. Dort wird nicht nur Tempeh aus Lupinen gemacht, sondern auch zum Beispiel Tofu. Regionaler geht es nicht und das macht mir einfach Spaß. Die Firma heißt übrigens Purvegan bzw. Alberts. Wenn ihr als Happytarier, so wie die Firma vegetarisch lebende Menschen liebevoll bezeichnet, darüber mehr erfahren möchtet, könnt ihr euch über diesen Link informieren. Natürlich gibt es den Lupinentempeh auch in diversen Geschäften und im Bioladen (zum Beispiel bei Alnatura) zu kaufen. Oder ihr bestellt ihn online hier .

In dem folgenden Rezept ist somit Lupinen-Tempeh der Star, der schön würzig mariniert wird, bevor er in der Pfanne braten darf.

Außerdem kommen frische Champignons dazu. Diese sind sehr ballaststoffreich und somit ein gutes Lebensmittel für die Darmgesundheit. Außerdem finden sich einige weitere Nährstoffe und Vitamine in den Pilzen wieder. Eisen, Zink, Kalium sowie Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe und sogar Vitamin D (das in sehr wenigen pflanzlichen Lebensmitteln zu finden ist) sind in Champignons enthalten. Deshalb integriere ich sie, nicht nur im Herbst, sehr gerne in unsere tägliche Ernährung.

Diese Kombination, Tempeh und Pilze, passt aber auch geschmacklich richtig toll. Wir essen dazu am liebsten Bratkartoffeln nach diesem Rezept… klick… 🙂

Zutaten:

1 Packung Lupinen-Tempeh

200 g Champignons

2 EL Balamicoessig

3 EL Olivenöl für die Marinade

1 gepresste Knoblauchzehe

1 EL Tomatenmark

20 g grüne Oliven oder getrocknete Tomaten aus dem Glas

100 ml Rotwein

100 ml Hafersahne

1 EL klein geschnittene Petersilie

1 Zweig Rosmarin

Salz, Pfeffer, Paprikapulver

 

Zubereitung:

Olivenöl, Balsamicoessig, Knoblauch und Tomatenmark gründlich verrühren. Den Tempeh einmal der Länge nach durchschneiden und dann in Scheiben schneiden. Die Champignons putzen, halbieren und ebenfalls in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Tempeh in einer Glasschüssel mit der Marinade vermischen. Mindestens für eine halbe Stunde beiseite stellen.

Derweil die Oliven (wer diese nicht mag kann alternativ getrocknete Tomaten verwenden) abtropfen lassen und etwas zerkleinern. Während die Tempeh-Pilz-Mischung in der Marinade zieht, kann man sich schon mal um die Beilagen kümmern. Ein grüner Salat und Bratkartoffeln passen ganz toll zu dem Gericht. Aber auch Reis wäre eine gute Wahl.

Tempeh und Champignons zusammen mit der Marinade in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze rundherum knusprig anbraten. Aufpassen, dass der Knoblauch nicht zu dunkel wird, deshalb immer mal wieder wenden.

Die Nadeln vom Rosmarinzweig streifen und etwas klein schneiden. Diese kommen nun mit in die Pfanne. Mit Rotwein ablöschen und für ungefähr 15 Minuten einkochen lassen.

Die Oliven bzw. getrockneten Tomaten und Hafersahne zufügen und mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver kräftig würzen. Nochmal für weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Am Ende die Petersilie darüber verteilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.