Chili con Quinoa

 

Chili con Quinoa

Chili con Carne kann man ganz leicht und lecker zum vegetarischen Gericht abwandeln. Dann hat man Chili ohne Carne, eben mit einer tollen pflanzlichen Alternative. Auch hier sind der Fantasie, ähnlich wie bei meiner Lieblingsbolognese, keine Grenzen gesetzt. Man kann mit Linsen, Nüssen oder auch Grünkern arbeiten.

Gaaanz früher kam in mein Lieblings-Chili (damals noch con Carne) ein Stück Zartbitterschokolade, das in der Sauce schmelzen durfte. Das schmeckte hervorragend und der Schokoladengeschmack kam dabei nicht durch. Das Chili erhielt einen kräftigen tollen Geschmack und bekam eine ebenso kräftige Farbe.

Diese Erinnerung kam kürzlich auf, als ich so dasaß und über mexikanisches Essen nachdachte. Das Grübeln über Rezepte und Gerichte passiert in meinem Kopf ganz automatisch. Dabei kommen mir meistens ganz gute Ideen. Auf jeden Fall finde ich mich kurze Zeit später oft in der Küche wieder. So auch geschehen bei der Mexiko-Chili-Geschichte. Ich hatte vor einer Weile plötzlich total Lust auf Chili, natürlich ohne Carne, aber auch so lecker und kräftig wie damals. Anstatt Schokolade wollte ich mein liebstes Kakaopulver verwenden. Und geglückt ist mein Experiment tatsächlich.

Diesmal war Quinoa mein Fleisch und mein Gemüse zugleich. Kennt ihr Quinoa? Früher wusste ich nicht, wie man das schreibt, geschweige denn, was das überhaupt ist. Als Fan von pflanzlicher Nahrung kommt man mit so einigen interessanten Getreidearten in Kontakt, wenn man sich ein bisschen damit auseinander setzt. Allerding ist Quinoa kein richtiges Getreide, sondern gehört zu den Pseudogetreidesorten, die glutenfrei sind. Es ist das Grundnahrungsmittel der Inka und mit so einigen tollen Nährstoffen gesegnet. Kalzium, Eisen und Magnesium sowie alle notwendigen Aminosäuren, wie zum Beispiel Tryptophan und Lysin, sind reichlich darin vertreten.

Außerdem habe ich getrocknete weiße Bohnen verwendet, die ich am Vortag in kaltem Wasser eingeweicht und am Tag darauf in einem Sieb gründlich abgewaschen hatte. Ihr könnt natürlich auch die klassischen Kidneybohnen in das Chili packen. Hello Protein…

Das Gericht ist, wie alle Eintöpfe, ein super Essen in der kälter werdenden Jahreszeit und macht deshalb momentan so richtig Freude. Mit dem Schärfegrad könnt ihr natürlich nach Belieben spielen. Wir mögen es gern nicht ganz so scharf, damit wir noch alle Zutaten und die anderen Gewürze schön herausschmecken können.

Da man es gut in großen Mengen vorbereiten kann, eignet sich das Gericht auch eventuell für die bevorstehende Silvesterparty.

Sooo… Mal wieder genug gequatscht. An die Töpfe, fertig und los…..

 

Zutaten:

150 g weiße Bohnen

100 g Quinoa

1 EL Kokosöl

2 EL Tomatenmark

1 Knoblauchzehe

1 große Karotte

1 mittelgroße Süßkartoffel

100 g TK-Spinat

660 ml Tomatenpassata (1 Flasche)

300 ml Wasser

3 EL dunkler Balsamicoessig

2 TL Kakaopulver

1/2 TL Ahornsirup

2 EL Tahina

2 TL Salz und mehrere Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle

2 Prisen Chilipulver

1 TL Paprikapulver (geräuchert und edelsüss, jeweils 1/2 TL)

1 TL Harissapulver

 

Zubereitung:

Bohnen und Quinoa am Vortag getrennt in Wasser einweichen.

Am Kochtag die Bohnen gründlich mit heißem Wasser abspülen und in einem Topf mit Deckel gar kochen. Dies kann eine gute Stunde in Anspruch nehmen. Bei kürzerer Einweichzeit ggf. auch länger.

Karotte in Scheiben und Süßkartoffel in Würfel schneiden. Das Kokosöl in einer hohen Pfanne erhitzen und das Gemüse zusammen mit der durchgepressten Knoblauchzehe und dem Tomatenmark anbraten. Dann Tomatenpassata und Wasser dazugeben.

Quinoa in einem feinen Sieb gründlich abspülen und ebenfalls mit in die Pfanne geben. Etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Dann die garen und abgegossenen Bohnen, sowie die Gewürze, restliche Zutaten und den Spinat mit dazu geben und alles zusammen nochmal richtig schön aufkochen. Für weitere 10 Minuten schmurgeln lassen.

 

 

Tipp: Dazu reicht man Reis, Kartoffeln- oder Süßkartoffelspalten. Ein einfaches Vollkorn- Baguette passt natürlich auch sehr gut.

 

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